Empfehlungen der Rentenkommission: Mutig, aber mit Lücken

Der Auftrag Rentenkommission lautete, „Reformvorschläge zur Lebensstandardsicherung im Alter gerade für kleine und mittlere Einkommen zu unterbreiten“. Am 23. Juni übergab die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission ihren Bericht und insgesamt 33 Empfehlungen.

Meine Sicht der Dinge: Die Kommission war mutig, hat Wahrheiten ausgesprochen und mit Mythen aufgeräumt: der Bundeszuschuss ist nicht etwa zu hoch, er ist eher zu niedrig, um die Ausgaben wie die Mütterrente zu decken; die Ausgaben für Renten und die Lohnersatzraten – sie sind im internationalen Vergleich in Deutschland gering!

Ein echter Paradigmenwechsel ist die Empfehlung, in Zukunft eine „lebensstandardsichernde Alterssicherung“ anzustreben. Von Lebensstandardsicherung hat seit den Zeiten von Sozialminister Norbert Blüm kaum noch jemand gesprochen. Mit lebensstandardsichernd meint die Rentenkommission, dass Rentner*innen insgesamt 70 Prozent ihres Verdienstes als Rente bekommen sollten, bei geringen Einkommen sollte die Quote sogar darüber liegen, „um ein teilhabesicherndes Einkommen zu gewährleisten“, heißt es im Bericht.

Wie das gelingen soll, darauf gibt der Bericht keine schlüssige Antwort. Dabei liegt mit der Grundrente eigentlich ein Instrument bereit, um Menschen mit niedrigen Einkommen im Alter vor Armut zu bewahren und ihnen den Gang zum Sozialamt zu ersparen. Es müsste allerdings erweitert und Hürden abgebaut werden, sonst gehen – so wie jetzt – viele Rentenversicherte leer aus.

Am Tag nach der Veröffentlichung hatte ich Gelegenheit in der SWR-Radiosendung Forum mit Elisa Wittler, Mitglied der Jugend-Enquete-Kommission, und Ruth Maria Schüler vom arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft über das vorgelegte Ergebnis zu diskutieren. Trotz unterschiedlicher Perspektiven waren wir uns einig, dass das Ergebnis gelungen ist. Hier die Diskussion anhören

Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen

2019

16. Oktober 2019, Calw, VHS

10. Oktober 2019, Berlin, Fachtagung, Dachverband Lesben und Alter

1. Oktober 2019, Minden, AG Frauen Minden, VHS

16. September 2019, Berlin, SoVD Berlin-Brandenburg

15. Mai 2019, Gifhorn, Gesundheitskonferenz Niedersachsen

4. April 2019, München, Münchener Rück Stiftung, Dialogforum „Arme reiche Welt“

21. März 2019, Oberschleißheim/München, Jugendfreizeitstätte Planet’O‘

8. März 2019, Berlin, RBB-Frauenvertretung und Redaktion „Zeitpunkte“

2018

30. November 2018, Berlin, 100 Jahre Frauenwahlrecht, ver.di Berlin-Brandenburg

26. Mai 2018, Berlin, Lange Buchnacht, Emmaus-Kirche

2017

25. November 2017, Bamberg, Bistumshaus St. Otto, Famileinbund der Katholiken

27. September 2017, Zeven, Landrat des Lankreises Rotenburg (Wümme)

20. Juni 2017, Cadenberge, Kreisverband der Landfrauenvereine Land Hadeln-Cuxhaven

18. Mai 2017, Berlin, Frauenzentrum Schokofabrik

25. April 2017, Erfurt, Kleine Synagoge, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

24. April 2017, Meiningen, VHS, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

8. März 2017, Demold, DGB, ver.di, VHS, Gleichstellungsbeauftragte

9. Februar 2017, Cuxhaven, Frauenrat und Gleichstellungsbeauftragte, Stadt- und Landkreis Cuxhaven

2016

24. November 2016, Heiligenstadt, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

3. November 2016, 19 Uhr, Berlin, Raupe und Schmetterling – Frauen in der Lebensmitte e.V. Bildungs- und Beratungsstelle

2015

18. November 2015, Wilster, Verein Leselust

15. Oktober 2015, Saarbrücken, Schloss, Regionalverband Saarbrücken

19. Februar 2015, Bremen, Business and Professional Women Club e.V.

8. März 2015, Detmold, DGB, ver.di, VHS Detmold-Lemgo, Gleichstellungsstellen im Kreis Lippe

20. März 2015, Saarlouis, Buchhandlung Book & Seip, Gleichstellungsbeauftragte Kreisstadt Saarlouis

23. März 2015, Ludwigshafen, Heinrich Pesch Haus, Kath. Akademie Rhein-Neckar, Stadt und Kreis

24. September 2015, Westerstede, Verein Kulturgenuss

2014

2. November 2014, Frankfurt a. Main, Saalbau Gallus, Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)