Beamtenpensionen in Deutschland: international einzigartig gut – und ungerecht

Deutschland gehört zu den wenigen Industrieländern auf der Welt, in denen Beamte gar keine keine Beiträge in die Pensionskasse zahlen. Aber das ist noch nicht alles: Deutschland gehört auch zu den Ländern, in denen die Pensionsansprüche der Beamten fast doppelt so hoch sind wie die der gesetzlich Rentenversicherten. Diese Kombination – weit überdurchschnittlich gute Altersversorgung gegen null Beiträge –  ist einzigartig, wie der internationale Vergleich der OECD im Pension Outlook 2016 zeigt (S. 164/165, Table 6.7). Weiterlesen

Die verratenen Mütter

Die veratenen MütterSieben Millionen Frauen aus den geburtenstarken Jahrgängen gehen in den nächsten Jahren in Rente. Sie sind gut ausgebildet und berufstätig – trotzdem wird etwa ein  Drittel von ihnen werden nicht mehr als 600 Euro Rente bekommen. Kristina Vaillant beschreibt das Ausmaß dieses Skandals und nennt die Ursachen: eine Rentenpolitik, die die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt ausblendet und eine Rentenberechnung, die die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht verringert, sondern systematisch vergrößert. Dabei gibt es Alternativen, wie Beispiele aus anderen euroäischen Ländern zeigen – sozial gerechte Rentensysteme, die auch die Lebensleistung von Frauen würdigen.

„Die verratenen Mütter. Wie die Rentenpolitik Frauen in die Armut treibt“. Droemer Knaur,  160 S., Klappenbroschur 12,99 €/E-Book 10,99 €

Interview zum Buch in der Berliner Zeitung, 3.10.2016
Vorgestellt im NDR-Kulturjournal, 26.09.2016

Weiterlesen

1889 war die Rente progressiver

So lautet die Überschrift zu einem Interview, das Nane Retzlaff für das Debattenmagazin Berliner Republik mit mir geführt hat. Dass die Rentenversicherung im Jahr ihrer Gründung progressiver war, ist natürlich eine Zuspitzung. Was aber stimmt: Die Art der Rentenberechnung folgte nicht strikt dem Prinzip „Rente nur gegen Beiträge“ so wie heute. Angesichts ungleicher Chancen auf dem Arbeitsmarkt wäre es gerechter für alle, wenn wir wieder zu einer solidarischen Art und Weise der Rentenberechnung zurückkehren würden. Hier das gesamte Interview zum Nachlesen.

Montagmorgen. Besuch in einem Berliner Gymnasium

Wenn Mädchen und Jungen von der Grundschule in die Oberschule wechseln, wird Mathematik zum „Jungenfach“. Doch Mathematik-Lehrerinnen und -Lehrer können viel dazu beitragen, dass Schülerinnen Berührungsängste überwinden. Denn die haben vor allem mit Geschlechterstereotypen zu tun.

Reportage für das Magazin „Albert“ der Einstein Stiftung Berlin

Die verratenen Töchter Willy Brandts

„Die verratenen Töchter Willy Brandts“ – das sind die gut ausgebildeten Frauen der Babyboomer-Generation in Deutschland. Kristina Vaillant erkärt, weshalb vielen dieser 6,7 Mio. Frauen im Alter Armut drohen könnte und warum der Staat endlich für Geschlechtergerechtigkeit bei der Rente sorgen muss – gemäß dem Motto der Sommerausgabe des Magazins Berliner Republik: „Warum die freie Gesellschaft nur mit freien Frauen gelingt“.