„Rettet die Rente vor der AfD“

Längst hat auch  die AfD das Thema Rente für sich entdeckt und schlachtet es ähnlich populistisch aus wie das Thema Migration. Etwa ein Jahr nach ihrem Einzug in den Bundestag hat die Partei nun auch Konzepte zur Reform des Rentensystems vorgelegt. Eines stammt aus der von Björn Höcke angeführten thüringischen Landtagsfraktion, für das andere ist der Parteivorsitzende Jörg Meuthen verantwortlich. Die Papiere sind sachlich im Ton und schließen inhaltlich beide an die Idee der AfD einer ethnisch homogenen Nation an. Ansonsten liegen die Vorschläge der beiden AFD-Politiker meilenweit auseinander. Hier Höckes sozial-völkisch ausgerichter Entwurf, dort Meuthens radikal neoliberales Konzept. Mischt die AfD damit wirklich die Rentendebatte auf, wie die FAZ kürzlich meldete? Weiterlesen in der taz

Schmeckt doch, oder? Über die sozialen Dimensionen des Geschmacks

Warum schmeckt Säuglingen die Muttermilch  und warum ekeln sich  Jugendliche vor dem Bittergeschmack des ersten Biers und lernen dennoch es zu lieben? Wenn wir essen oder trinken, tanken wir nicht nur lebenswichtige Energie, wir schmecken. Das ist physiologisch gesehen ein großartiges Zusammenspiel unserer Sinnesorgane, vor alles aber sind Essen und Geschmack ein soziales Phänomen. Deswegen erwerben wir manche Geschmacksvorlieben erst im Laufe des Lebens, wir orientieren uns in der Gesellschaft über den  „Geschmack“ und definieren uns darüber als Teil unserer Identität. Ein Grund, warum gut gemeinte Ernährungsratschläge so häufig ihr Ziel verfehlen… Hier weiterlesen in der Edition Le Monde diplomatique

Katherine Johnson aus dem Film „Hidden Figures“ zum 100. Geburtstag

Wie konnte eine junge Afroamerikanerin in Zeiten der Rassentrennung in den USA bei der NASA Karriere als Mathematikerin machen? Den 100. Geburtstag von Katherine Johnson am 26. August 2018 habe ich zum Anlass genommen, um der Geschichte einer der Protagonistinnen aus dem Film „Hidden Figures“ nachzugehen:
„Als Katherine Johnson im Sommer 1953 beim Langley Research Center der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde in Hampton im Bundesstaat Virginia, anfängt, ist sie eine von mehreren Hundert „computers“. „Computer“, das war die Berufsbezeichnung für die meist weiblichen Mathematikerinnen, die in drei Schichten an sechs Tagen in der Woche rund um die Uhr mit ihren mechanischen Rechenmaschinen für die Aerodynamik-Experimente der Ingenieure im Windkanal die Berechnungen lieferten. Weil während des Zweiten Weltkrieg viele Männer in den Krieg gezogen waren und es an Arbeitskräften mangelte, warb die Forschungseinrichtung für die Luftfahrt seit 1943 gezielt Frauen und insbesondere auch afroamerikanische Mathematikerinnen an… Hier weiterlesen in der Berliner Zeitung

Aus die Maus?

Seit über 100 Jahren forscht die Medizin mithilfe von Mäusen. Die kleinen Nager sind bis heute die wichtigsten Versuchstiere der medizinischen Forschung. Eingriffe in das Erbgut der Labormäuse erzeugen bei den Tieren Symptome menschlicher Leiden. Doch jetzt stockt der Fortschritt. Therapien, die bei Mäusen gegen Alzheimer, Krebs oder oder Schlaganfall helfen, zeigen bei Patienten oft keine Wirkung. Sind Mensch und Tier einfach zu verschieden? Weiterlesen in der atuellen Ausgabe von P.M. (01/2018)

Labortiere – im Dienste der Menschen

Ihr Einsatz ist umstritten, doch für die Fortschritte der Medizin waren und sind sie unverzichtbar: Dreiviertel aller bis heute für Medizin und für Physiologie verliehene Nobelpreise gehen auf Experimente mit Labortieren zurück. Doch wie kam die Maus in Labor und warum ist sie bis heute das am häufigsten verwendete Labortier? Wird der Fadenwurm sie bald ablösen? Wo liegen die Chancen und wo die Grenzen, wenn Tiere zu Instrumenten der Forschung werden? Hier weiterlesen in der Berliner Zeitung…

SPD/CDU Rentenwahlkampf – ohne Ideen

Brigitte-Talk mit Martin Schulz am 12. Juni 2017 im Berliner Maxim-Gorki-Theater. Ausgerechnet das Thema Rente sparten die Redakteurinnen der Frauenzeitschrift aus.

Die SPD hat mit Kanzlerkandidat Martin Schulz das Thema Rente hoch gehängt im Wahlkampf, höher als alle anderen Parteien. Die zweite Regierungs- und Volkspartei CDU ist rentenpolitisch im Moment dagegen auf Tauchstation, kündigt aber immerhin für Anfang Juli  „Aussagen“ an. Damit ist der Wahlkampf weit enfernt davon, „ein Ort des politischen Ideenwettbewerbs“, zu sein, wie ihn der ZEIT-Journalist Markus Schieritz einfordert.

Die Kernforderung der SPD ist, das Rentenniveaus auf dem heutigen Niveau zu stabilisieren, anstatt es bis 2030 auf 43 Prozent sinken zu lassen. Aber ist das eine ausreichende Antwort? Weiterlesen

Die verratenen Mütter

Die veratenen MütterSieben Millionen Frauen aus den geburtenstarken Jahrgängen gehen in den nächsten Jahren in Rente. Sie sind gut ausgebildet und berufstätig – trotzdem wird etwa ein  Drittel von ihnen werden nicht mehr als 600 Euro Rente bekommen. Kristina Vaillant beschreibt das Ausmaß dieses Skandals und nennt die Ursachen: eine Rentenpolitik, die die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt ausblendet und eine Rentenberechnung, die die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht verringert, sondern systematisch vergrößert. Dabei gibt es Alternativen, wie Beispiele aus anderen euroäischen Ländern zeigen – sozial gerechte Rentensysteme, die auch die Lebensleistung von Frauen würdigen.

„Die verratenen Mütter. Wie die Rentenpolitik Frauen in die Armut treibt“. Droemer Knaur,  160 S., Klappenbroschur 12,99 €/E-Book 10,99 €

Interview zum Buch in der Berliner Zeitung, 3.10.2016
Vorgestellt im NDR-Kulturjournal, 26.09.2016

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Ideen 2020

Ideen 2020

Foto: Norbert Michalke/Helmholtz-Gemeinschaft

Die Ausstellung der Helmholtz-Gemeinschaft „Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen“ tourt seit März 2013 durchs Land. Gezeigt werden wesentliche Projekte aus Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Ihre Komplexität und Vielfalt  wird vor allem in den vielen Bildergschichten anschaulich, die sich Besucher an den Terminals abrufen können. Für den  Themenbereich „Leben in der Stadt von morgen“ habe ich drei Bildergeschichten zur sozial- und politikwissenschaftlichen Forschung gestaltet:

  • Stadt – Melting Pot für Ideen
  • Konfliktfeld Stadtentwicklung
  • Demokratie schafft Spielräume

Deutsche Mathematiker-Vereinigung

Deutsche Mathematiker-Vereinigung In den letzten zehn Jahren hat sich ein vielfältiger Arbeitsmarkt für Mathematiker aufgetan. Neben den traditionellen Branchen wie Finanz- und Versicherungswirtschaft arbeiten Mathematiker heute bei Verkehrsbetrieben, für Internet-Startups, aber auch als Spielananlyst im Profi-Sport. Unter der Überschrift „Mathe studiert – und dann?“ stelle ich in der Zeitschrift Mitteilungen der DMV regelmäßig Mathematikerinnen und Mathematiker und ihr Berufsfeld vor.

Felix König, Algorithm-Engineer für Navigationssysteme
Annika Meyer, IT-Sicherheit für Stromnetze
Katja Kulas und Katharina Skutella, Online-Lernsystem für Mathematik

Daimler und Benz Stiftung

Gene und Umwelt. Wie wir werden, was wir sind.Kopf oder Bauch - Wie entscheidet der Mensch?Konferenz Schlaf: Somnologie - Erkenntnisse einer neuen WissenschaftIst Schönheit messbar?Gedankenforscher: Was unser Gehirn über unsere Gedanken verrätHeil-Lasten: Arzneimittelrückstände in Gewässern

Beim jährlichen Berliner Kolloquium bringt die Daimler und Benz Stiftung Wissenschaftler mit Vertretern aus der Praxis zusammen, um sich über den neuesten Stand der Forschung auszutauschen: Zuletzt am 2. Mai 2012 zum Thema Gene und Umwelt. Wie wir werden, was wir sind. Meine Aufgabe ist es, die wissenschaftlichen Fragen für Journalisten und Öffentlichkeit spannend und verständlich aufzubereiten und zu vermitteln, in Hintergrundtexten, Pressemitteilungen, Interviews und Tagungsberichten.

Einführungstexte:
2012: Gene und Umwelt. Wie wir werden, was wir sind.
2011: Kopf oder Bauch – Wie entscheidet der Mensch?
2010: Wozu braucht es Rituale?
2009: Konferenz Schlaf: Somnologie – Erkenntnisse einer neuen Wissenschaft
2008: Ist Schönheit messbar?
2007: Gedankenforscher: Was unser Gehirn über unsere Gedanken verrät
2006: Heil-Lasten: Arzneimittelrückstände in Gewässern